SUZHOU – Geist und Leben 618-1279

17/6–17/9: Ausstellung mit prächtigen Fundstücken aus einer der Blütezeiten der chinesischen Stadt Suzhou.

Die chinesische Stadt Suzhou wurde durch ihre umfassende Seidenproduktion zu einer bedeutenden Station auf der Seidenstraße und entwickelte sich zu einem wirtschaftlichen, geistigen und kulturellen Kraftzentrum.
Die wohlhabende Gesellschaft wurde früh durch eine hohe technologische Entwicklung und fortschrittliche Stadtplanung geprägt.
In Bezug auf den Transport war es von großer Bedeutung, dass der Kaiserkanal, die längste von Menschen geschaffene Wasserstraße, auch durch Suzhou führte.
Wasser und Kanäle durchströmen die ganze Stadt, die daher oft als „Venedig des Ostens“ bezeichnet wird.
Suzhou wurde sowohl für Gelehrte als auch für Geschäftsleute interessant, die die Grundlage für die Entwicklung von traditionellen Stilarten in der Stickerei, Keramik, Oper, Gartenkultur und der Seidenproduktion schufen.

Die Ausstellung zeigt prachtvolle Funde aus Suzhou aus der Periode der Tang-Dynastie bis und mit der Nördlichen und Südlichen Song-Dynastie, die zeitlich ungefähr Dänemarks Wikingerzeit und Mittelalter entsprechen.
Unmittelbar vor dieser Periode, nach einer langen Zeit interner Kämpfe, hatte China eine zentrale Administration erhalten.
Die Wirtschaft des Gebiets von Suzhou erlebte somit dank einer ziemlich stabilen politischen Verwaltung einen Aufschwung.

Die Ausstellung umfasst sowohl Alltagsgegenstände als auch Gegenstände mit einem Bezug zu geistigen Lehren. Sie widerspiegelt, dass Glaubensrichtungen und Philosophien wie der Konfuzianismus, Buddhismus und Taoismus das alltägliche Leben, die Verwaltung und das geistige Leben durchdrangen.

Suzhou ist Esbjergs Partnerstadt und liegt ca. 100 km westlich von Shanghai entfernt.

Fotos: Jens Kr. Schmidt, Ribe Fotoklub

S.C. Van Stiftung und Laurits Andersen Stiftung hat die Ausstellung und das Buch "Paradise on Earth" unterstützt.